Viertagestour von Donaueschingen nach Ulm 2013

Nach Vorbereitung und Abklärung wie kommen 16 Personen mit Velo’s nach Donaueschingen und von Ulm heim, haben wir eine ideale, komfortable Lösung gefunden. Uns, 13 waren es noch, die restlichen drei mussten absagen wegen Unfall und Krankheit, brachte ein Car mit Anhänger von Zürich, drei Einstiegsorte zum Anfang der Tour und vom Ziel zurück nach Zürich.

1. Tag:
In Donaueschingen, als wir unsere Velo’s abluden und uns bereit machten regnete es in Strömen. Leider konnten wir die Donauquelle nicht anschauen, da ringsum gebaut wird und im Moment kein Zugang ist, so begannen wir unsere Tour mit einem Kaffee.

Nach wenigen Kilometern konnten wir dann unsere Regenkleider abziehen und bald war es ideal zum «radeln» alles auf Velowegen, der Donau entlang, in schöner und traumhafter Umgebung. Kurz nach Immendingen machten wir einen Halt und schauten uns die Donauversickerung an. Die Donauversickerung im Luftkurort Möhringen bei Tuttlingen ist weltweit einzigartig. Hier gibt es in den Sommermonaten ein Flussbett ohne Wasser. Die Donau versickert bei Niedrigwasser im Sommer im Karstgestein, im Winter ebenso, jedoch nur teilweise. Die Dauer der Versickerung hat in den letzten Jahrzehnten ständig zugenommen.

Das Wasser fliesst unterirdisch ca. 60 Stunden bis mehrere Monate lang, bis es 183 Höhenmeter tiefer und etwa 12 km Luftlinie entfernt im Aachtopf wieder erscheint und anschliessend als Aach in den Bodensee fliesst. Weiter ging unsere Reise, nach einem längerem Mittagshalt und Picknick immer bei ständigem Auf und Ab nach Mühlheim und zum Etappenziel Beuron.

2. Tag:
Nach einem reichhaltigen und gutem Frühstück machten wir uns bei idealem, etwas wolkigem Wetter auf unsere Reise immer der Donau entlang, ständigem Auf und Ab, schönen Velowegen und umgeben von einer traumhaften Landschaft – und die Donau immer noch klein, sich zwischen den Bergen «durchschlängelnd». In Sigmaringen machten wir kurz halt mit seinem schönen Ortsbild und dem Schloss. Das Schloss Sigmaringen, Wahrzeichen der Stadt, zeigt mit seinem heutigen Ausbau eindrucksvoll die geschichtliche Entwicklung von einer mittelalterlichen Burg zu einem fürstlichen Residenzschloss. Es ist seit 1535 Sitz der Grafen und späteren Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen. Sehenswert sind die fürstlichen Sammlungen, darin unter anderem eine der größten privaten Waffensammlungen Europas mit ca. 3.000 Objekten, kostbare Gobelins und zahlreiche Jagdtrophäen. In Scheer, direkt an der Donau verpflegten wir uns für die letzten 25 Kilometer. Vorbei an Mengen und Binzwangen erreichten wir unser Tagesziel Riedlingen.
Nachdem wir uns frisch gemacht hatten, machten wir in diesem schönen Städtchen einen kleinen Bummel und genossen einen Apéro und anschliessend ein feines Nachtessen in «unserem» Hotel.

3. Tag:
Unsere Tour ging weiter bei schönem Wetter, sogar fast schon heiss, nach Bechingen, Zwiefaltendorf, anschliessend eine 20-prozentige Steigung, weiter nach Obermarchtal, vorbei an der Wahlfahrtskirche Frauenberg, Munderkingen und nach Ehingen an der Donau, eine Stadt im Südosten Baden-Württembergs, etwa 23 Kilometer südwestlich von Ulm und 67 Kilometer südöstlich von Stuttgart. Sie ist die grösste Stadt des Alb-Donau-Kreises und Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden. Nach einem längeren Halt in einem Biergarten in Ersingen nahmen wir die letzten Kilometer nach Ulm unter die Räder.

4. Tag:
Gemütlich nahmen wir diesen Tag in Angriff, denn wir wurden erst am späten Nachmittag abgeholt. In kleinen Gruppen schauten wir uns diese schöne Stadt an, bummelten auf der Stadtmauer der Donau entlang, besuchten das Münster, die Altstadt das Schiefe Haus, ein spätgotisches Fachwerkhaus und eine Sehenswürdigkeit in Ulm. Sein Name leitet sich aus der Tatsache ab, dass das Haus bis heute eine Neigung von 9 bis 10° aufweist und viel weitere schöne Orte.
Seit Jahrhunderten prägt es die Stadt und die Region, ist im In- und Ausland geradezu ein Synonym für Ulm: das Münster. Diese Prominenz verdankt es vor allem seinem Turm, mit 161,53 Metern der höchste Kirchturm der Welt. Wer die 768 Stufen bis auf 141 Metern zur obersten Aussichtsplattform hinaufklettert, hat einen prächtigen Rundblick auf das baden-württembergische Ulm und das bayerische Neu-Ulm, genießt bei klarem Wetter eine Fernsicht auf die Alpenkette von Säntis bis Zugspitze.

Unser Car, leider mit etwas Verspätung holte uns im Ibis ab und brachte uns am Abend sicher wieder nach Hause. Eine sehr schöne Reise ging glücklich zu Ende nach 200 Kilometern, 13 Stunden im Sattel, ohne Unfall und Pannen und mit vielen neuen Eindrücken und Erinnerungen.

Fotos: Brigitte Steiner, Ueli Schärer und Peter Siegenthaler

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Juli 2013